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Helen Stark, Platz 10 auf ÖDP-Liste

Aktualisiert: vor 6 Tagen


 


1. Helen, was hat dich persönlich dazu gebracht, dich politisch für Tierschutz und Naturschutz in Ingolstadt zu engagieren?

Ich bin Biologin und von Natur aus sehr sensibilisiert für den Erhalt der Lebensgrundlagen, nicht nur für den Menschen, sondern für alle Bewohner dieses Planeten. Das ist auch eine ökologische Notwendigkeit, wenn wir auf diesem Planeten leben und den kommenden Generationen eine Zukunft ermöglichen wollen.

Mein Engagement ist aus ganz konkreten Erfahrungen entstanden. Über Jahre habe ich beobachtet, wie Tiere im Alltag oft unsichtbar bleiben: verletzte Wildtiere, überfüllte Tierheime, streunende Katzen und schwindende Lebensräume. Das sind keine abstrakten Probleme, sondern Dinge, die direkt vor unserer Haustür passieren.

Es reicht nicht, sich nur privat oder ehrenamtlich einzusetzen. Wenn wir wirklich etwas verändern wollen, müssen wir auch politisch Verantwortung übernehmen.

Ich kandidiere, weil ich möchte, dass Mitgefühl, Fachwissen und Verantwortung einen festen Platz in der kommunalen Politik bekommen.


2. Du beschäftigst dich intensiv mit Biodiversität, Landwirtschaft und Pestiziden. Wo siehst du auf kommunaler Ebene den größten Handlungsbedarf?

Der größte Handlungsbedarf liegt im Umgang mit unseren Flächen. Städte haben viel mehr Einfluss auf Biodiversität, als oft angenommen wird , durch Grünflächenpflege, Pachtverträge, Vorgaben für Landwirtschaft, Schul- und Gemeinschaftsflächen.

Pestizide, monotone Grünflächen und versiegelte Böden zerstören Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Gleichzeitig wissen wir längst, wie es besser geht: pestizidfreie Bewirtschaftung, artenreiche Wiesen, naturnahe Pflege, mehr Raum für Wildpflanzen.

Ingolstadt könnte zeigen, dass Landwirtschaft, Stadtnatur und Artenschutz kein Widerspruch sind , wenn man den politischen Willen dazu hat.

Wir plädieren langfristig für eine ausschließlich pflanzliche Landwirtschaft. Der erste notwendige Schritt ist jedoch die sofortige Abschaffung der grausamen Massentierhaltung.


3. Welche konkreten Maßnahmen würdest du dir vom Ingolstädter Stadtrat wünschen, um Tiere und Natur im Alltag besser zu schützen?

Ich wünsche mir vor allem pragmatische, sofort umsetzbare Maßnahmen. Dazu gehören eine Katzenschutzverordnung, um unkontrollierte Vermehrung und Tierleid zu verhindern, sowie klare Regeln für eine tierfreundliche Pflege von Grünflächen  und natürlich u.a ein Nachtfahrverbot für Mähroboter!

Wichtig ist mir auch eine bessere Unterstützung von Tierheimen und ehrenamtlichen Initiativen, die oft Aufgaben übernehmen, die eigentlich kommunale Verantwortung sind.

 

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